Faktencheck EU-Asylpolitik

In der politischen Talkshow Hart aber Fair (ARD) ging es gestern um die europäische Flüchtlingspolitik. Ich kommentiere einige Aussagen der Talkshow-Gäste im Faktencheck.

Eingeladen waren die österreiche Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, der ungarische Botschafter in Deutschland Peter Györkös, die griechische Journalistin Kaki Bali, Armin Laschet von der CDU (NRW Landesvorsitzender) und Rolf-Dieter Krause (Leiter des ARD-Studios in Brüssel). Die Sendung kann hier nachgeschaut werden.

ZEIT Online: Wissenschaft vs. Flüchtlingskrise

Zusammen mit Ulrike Krause und Olaf Kleist habe ich einen Gastbeitrag für Zeit-Online verfasst. Unter dem Titel Wir mischen uns in die Flüchtlingskrise ein argumentieren wir, dass es viele Forschungsprojekte gibt, die sich mit aktuellen Fragestellungen zu Asyl/Migration beschäftigen. Wir nennen einige dieser Projekte und weisen darauf hin, dass es in Deutschland an zwei Dingen mangelt: struktureller Förderung für die Flüchtlingsforschung und politischem Willen, Forschungsergebnisse in der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen.

Zeitschriftenbeitrag zu sicheren Herkunftsstaaten

Sichere Herkunftsstaaten – sinnvoll oder nicht? Unter diesem Titel habe ich einen Beitrag für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte geschrieben

Konkret geht es in dem Artikel um die Frage warum Herkunftsländer als sicher eingestuft werden. Vonseiten der deutschen Bundesregierung wird behauptet, dass diese Einstufung zu einer Verkürzung der Verfahren und einer Abschreckung von BewerberInnen aus diesen Ländern führt. Dem ist aber nicht der Fall, wie ich in dem Beitrag verdeutliche. Trotzdem wurden vor kurzem drei weitere Herkunftsländer (Albanien, Kosovo, Montenegro) als sicher eingestuft. Warum? Eine wichtige Rolle scheinen hierbei auβenpolitische Belange zu spielen. Darüber hinaus geht es wohl vorallem um Symbolpolitik, d.h. man will der Bevölkerung zeigen, dass etwas getan wird. Diese Symbolpolitik ist allerdings sehr fragwürdig, da sie suggiert, dass man zwischen “guten” und “schlechten” Flüchtlingen unterscheiden kann.

Der Beitrag (mit Stand Oktober 2015) kann hier abgerufen werden. Die Onlineversion vonseiten der Frankfurter Hefte ist im Frühjahr 2016 verfügbar (vorher nur mit Abo).

Debate about the European refugee crisis

Tonight, I will be part of a debate on the European refugee crisis. The event is organised by Studium Generale at Maastricht University. Together with Leo Lucassen (Leiden), Nora Jasmin Ragab (Maastricht) and Ammar Abo Hamida (Aleppo), I will discuss the current situation. The debate will cover the ability to control external borders, the intervention Europe should take in these failed states and most recently the shortcomings of the EU’s policy on migration.

The debate starts at 8pm in Boekhandel Dominicanen Dominicanerkerkstraat 1. Join us if you are in Maastricht. More information can be found here.

Seminar: decision-making in migration offices

On 24 September 2015, I will be attending a seminar on New Perspectives on the Study of Decision-Making in Migration Offices. I will present a paper titled “Simply collecting some information? Determining the role of country of origin Information units in asylum-making”. The paper looks at country of origin information units in the EU-27, and discusses their work as well as their role in the domestic policy-making process.

The event is organised by the Centre for Migration Law and the Institute for Management Research at Randboud University Nijmegen. More information and the program can be found here.

Interview mit detektor.fm

Am 11. September wurde ich vom Onlineradio detektor.fm interviewt. Thema des Gesprächs war die Arbeit des EU-Asylunterstützungsbüros (European Asylum Suport Office, EASO). Unter anderem habe ich die Arbeit von EASO erläutert und welche Rolle es in der momentanen Flüchtlingskrise spielt. Grob zusammengefasst klang das wie folgt:

“EASO leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur gemeinsamen europäischen Asylpolitik. Allerdings gibt es durchaus noch Verbesserungsbedarf – vorallem in Hinblick auf die Beteiligung der Zivilgesellschaft und der Transparenz von Entscheidungsprozessen.”

Selbige Kritik hatte ich bereits in einem früheren Blogpost für das Netzwerk Flüchtlingsforschung erwähnt. Das Interview ist am 11. September gesendet worden. Aufgrund eines technischen Fehlers bei detektor.fm ist es aber leider nicht mehr auf der Webseite verfügbar.

Blog post: new attempt to create an EU-wide list of safe countries of origin

The Luxembourgian Council presidency started a new attempt to create a common, EU-wide list of safe countries of origin. Such a list shall be created amongst the member states, and under the auspices of the European Asylum Support Office. There is no role envisaged for either the European Parliament nor civil society.

I comment on this questionable attempt in a blog post for the Netzwerk Flüchtlingsforschung (Network Refugee Research). This is a new German initiative on making research on asylum and migration accessible to a wider public audience.

You can view the blog post (in German) here.

Politikdialog zu sicheren Herkunftsstaaten

Am 29. Juni nehme ich in Berlin am Migrationspolitischen Forum des Forschungszentrums Ausländer- und Asylrecht teil. In meinem Vortrag geht es um die Praxis der sicheren Herkunfts-staaten in anderen EU-Ländern.

Das Migrationspolitische Forum findet halbjährlich statt und diskutiert aktuelle Reform-vorhaben der Bundesregierung. Eingeladen sind Personen aus Gesetzgebung, Verwaltung, Rechtssprechung, Wissenschaft sowie Verbänden und Nichtregierungsorganisationen. Dieses Mal geht es um die Themen sichere Herkunftsstaaten und Abschiebehaft. Mehr Infos zur Veranstaltung gibt es hier.

Ältere Beiträge von mir zum selben Thema gibt es hier (Blog) und hier (wissenschaftliche Zeitschrift).

Doing PBL online?

I currently participate in a MOOC (short for Massive Open Online Course) offered by Maastricht University. In this course, we learn about PBL (problem-based learning) by doing PBL. Problem-based learning is the key teaching method at Maastricht University (for more information on PBL see here).

The MOOC is a pilot run by and for UM employees. I am part of a group focussing on how to design assignments (so called ‘problems’). These problems are the basis or trigger for students’  self-directed learning. I taught in several PBL courses so far, but never had the opportunity to design the courses (or assignments myself). What I noticed, however, is that there are huge differences in assignments. A good assignment (i.e. problem) is crucial in directing students towards the envisaged learning objectives.

While PBL works very well in the classroom, I am curious whether and how it could also work in an online course. That is why I signed up for the pilot. Together with my fellow ‘students’, I will spend the next eight weeks on learning how to design PBL assignments by doing PBL. I am curious and will report back once the course is finished.

More information about the MOOC can be found here.